Friedrich Aichinger

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Kriegstagebuch

23.03.1918

Die Besatzung Unteroffizier Georg Reichel (F) und Leutnant der Reserve Friedrich Aichinger (B) werden nach einem Luftkampf zur Landung gezwungen.

Bericht über die Gefangenschaft von Leutnant Aichinger:

„Am 23.März 1918 Vormittag erhielt ich von meinem Abteilungsführer den Auftrag den Verkehr auf den Straßen Ham - Nesle und Ham - Guiscard aufzuklären. Meine Abteilung, bayr. Flieger Abt. (A) 290 gehörte bei der deutschen März Offensive zur 18. Armee und war der Division zugeteilt, davon linker Flügel längs des Kanals St. Quentin - Ham verging.

Da am 23. März im Kampfgebiet starker Nebel herrschte, der die Aufklärung sehr beeinträchtigte, so flog ich ziemlich weit nach Westen her die Aufklärung besser durchführen zu können. Nach einiger zeit wurde ich von zwei plötzlich aus dem Nebel auftauchenden englischen Kampfeinsitzern angegriffen und erhielt in dem folgenden Luftkampf ungefähr 10 Treffer in den Motor, die eine sofortige Notlandung auf feindlichem Gebiet bewirkten.

Bei der Landung überschlug sich das Flugzeug, wodurch ich auf das Maschinengewehr fiel und eine leichte Kopfverletzung davontrug. Der Landeplatz befand sich dicht bei einem englischen Flugplatz, sodaß mein Führer und ich sofort von Hunderten von Engländern umringt waren, sodaß ein sofortiger Fluchtversuch völlig unausführbar wäre.
(OP 38057 Aichinger)

Unteroffizier Xaver Herkert im Luftkampf verwundet.
(HG Rupprecht Bund 357 Kofl 18 Bericht)

 

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