|
Nach der Umwandlung eines Teils der
Kampf- in Schutz-Staffeln zum Jahreswechsel 1916/1917 bestanden noch vier
Kampfgeschwader O.H.L. mit je sechs Staffeln. Sie wurden fortschreitend
mit G-Flugzeugen ausgerüstet und ihre Einsatzaufgabe war der Bombenwurf.
Ende 1917 kam es zu einer weiteren
Reorganisation der Kampfgeschwader. Um auch in der Benennung den
Einsatzzweck wiederzugeben, wurden die Einheiten nun in Bombengeschwader
und Bombenstaffeln der Obersten Heeresleitung (BOGOHL, BOSTA) umbenannt.
Einher ging damit auch eine Änderung der Struktur. Jedes Geschwader
bestand nunmehr nur noch aus drei statt sechs Staffeln. Einzige Ausnahme
bildete das gegen England eingesetzte BOGOHL 3, das auch weiterhin sechs
Staffeln besaß.
Wegen der immer stärkeren Abwehr wurden die Einsatzflüge
ab etwas Herbst 1917 überwiegend nachts ausgeführt. Neben den G-Flugzeugen
wurden auch einige C- und N-Flugzeuge eingesetzt. Erst Ende 1918 war
geplant mit leistungsgesteigerten Bombenflugzeugen der GL- und L-Klassen
wieder am Tage Bombenflüge durchzuführen. Durch den Waffenstillstand im
November 1918 kam es auch nicht mehr zur geplanten Aufstellung der
Bombengeschwader 9 und 10. |